012_053

Nichtinvasives CPAP / NIV

Indikationen / Symptome

  • schwere respiratorische Partial- und Global-Insuffizienz

  • Kohlenmonoxid-Intoxikation

Kontraindikationen

  • bewusstloser oder unkooperativer Pat., Intoleranz der Maske

  • fehlende Spontanatmung oder Schnappatmung

  • Spannungspneumothorax

  • Atemwegsverlegung, Erbrechen, akute gastrointestinale Blutung, Ileus

  • Gesichtsverletzung mit Blutungen in den Atemwegen, Frakturen, Deformitäten

  • hämodynamische Instabilität / Schock / Hypotonie mit RRsyst < 90 mmHg

Alternativen

  • hochdosierte Sauerstoffgabe (cave COPD)

  • assistierte Beatmung über Beutel / Maske

  • invasive Beatmung

Aufklärung / Risiken

  • Aufklärungsumfang nach Dringlichkeit der Maßnahme

  • ausführliche Erläuterung der Maßnahme zum

  • Abbau von Ängsten (Verbessert die Toleranz der Maßnahme)

Einwilligung

  • gemäß dem geäußerten oder mutmaßlichen Pat.-Willen

Durchführung

  • Pat. über Durchführung der Maßnahme (Ablauf) ausführlich informieren

  • Erfassung von Atemfrequenz, Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung

  • Auswahl und Vorbereitung der korrekten Maskengröße

  • Bei massiver Agitiertheit Morphin-Gabe möglich

  • zunächst manuelle Anpassung und Halten der Maske (bessere Toleranz)

  • Einstellungen von PEEP und inspiratorischer Druckunterstützung (PS) abhängig vom Krankheitsbild

  • regelmäßige Kontrolle Beatmungsparameter und Alarmgrenzen

  • Maske mit Haltebändern fixieren, sobald tolerabel

  • Abbruchkriterien beachten

Starteinstellungen je nach Krankheitsbild:

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Grundsätzlich mit niedrigen Werten beginnen und je nach Pat.-Zustand steigern (PEEP: Starteinstellung, Steigerung auf 5 bis 10 mbar nach SpO2 / PS: Starteinstellung, Steigerung auf 5, 8 und 12 mbar entsprechend Tidalvolumen / etCO2)

Erfolgsprüfung

  • Verbesserung der respiratorischen Situation /

  • Atemarbeit / Atemmechanik

  • Verbesserung der Sauerstoffsättigung

Gegenmaßnahmen

  • Maßnahme beenden und Alternativen verwenden,

  • wenn Abbruchkriterien vorliegen

Verlaufskontrolle

  • Überwachung der Atemtätigkeit, Prüfung auf

  • Atemnebengeräusche, Monitor: AF, TV, AMV, CO2

  • klinisches und apparatives Monitoring, insbesondere

  • SpO2 und etCO2, soweit möglich

Abbruchkriterien

  • zunehmende respiratorische Erschöpfung

  • zunehmende Kreislaufdepression

  • zunehmende Bewusstseinstrübung

  • Intoleranz gegenüber der Maßnahme